ARTWEEKEND TIPPS – 30 / 2017

Gustav Seitz – Ein Denkmal für Käthe Kollwitz
Käthe Kollwitz in Portraits und Selbstportraits
Käthe Kollwitz Museum Köln, Köln

Laufzeit: 13.06. – 17.09.17
Öffnungszeiten: Di-Fr 10-18 Uhr l So 11-18 Uhr

Rund um den 8. Juli 2017, den 150. Geburtstag von Käthe Kollwitz, verwandelt sich das Forum des Käthe Kollwitz Museum Köln in eine Künstlerwerkstatt – in das Atelier des Berliner Bildhauers Gustav Seitz (1906–1969). Sein wohl bekanntestes Werk, das überlebensgroße Denkmal für Käthe Kollwitz auf dem Berliner Kollwitzplatz am Prenzlauer Berg, zeigt die Künstlerin in hohem Alter, sitzend, mit großer Zeichen-mappe an ihrer Seite und einem Kohlestift in der Hand. Die Ausstellung dokumentiert die spannende Entwicklung der Bildfindung: von ersten Skizzen über technische Zeichnungen und Gipsmodelle bis hin zu unterschiedlichen, in Bronze gegossenen Versionen. Historische Photographien aus dem Atelier des Künstlers geben zusätzliche Einblicke in sein Schaffen.
Begleitend zur Sonderausstellung stehen Kollwitz-Portraits und Selbstportraits der Künstlerin im Zentrum der Sammlungspräsentation. Die mehr als 60 Werke aus der Kölner Kollwitz Sammlung sind eindrucksvolle Zeugnisse einer permanenten und intensiven Selbstbefragung. Auch weitere Künstler – Bildhauer wie Ernst Barlach, der Pressezeichner Emil Stumpp oder Maler und Graphiker wie Hedwig Weiß und Max Uhlig – haben die ausdrucksstarke Physiognomie von Käthe Kollwitz als Hommage an die große Menschenfreundin in eigenen Werken wiedergegeben. Die Ausstellung zeigt darüber hinaus den photographischen Blick auf Kollwitz mit Aufnahmen u. a. von Philipp Kester, Hugo Erfurth, Robert Senneke, E.O. Hoppé, Lotte Jacobi und Tita Binz.

Philipp Kester, Käthe Kollwitz 1906, Photographie aus dem Nachlass Kollwitz © Käthe Kollwitz Museum Köln

Text: http://www.kollwitz.de/Gustav_Seitz.aspx
Bild: https://www.kollwitz.de/downloads/6553/6559/7921/PM_Kollwitz_150._Geburstag_Kaethe_Kollwitz_Museum_Koeln.pdf


And Now for Something Completely Different 6
Nika Oblak & Primoz Novak
Galerie im Körnerpark, Berlin

Eröffnung: 28.07.17, 18:00
Laufzeit: 29.07.-25.10.17
Öffnungszeiten: Di-So 10-20 Uhr

Mit ihren Installationen, Performances, Videos und Fotografien hinterfragt das slowenische Künstlerduo Nika Oblak und Primoz Novak die moderne Konsumkultur und die Art und Weise, wie die Medien Normen und Realitäten erzeugen. In ihren kinetischen Installationen verbinden Oblak und Novak Videoperformances mit Pneumatik und verknüpfen so den virtuellen Raum der Medien mit dem dreidimensionalen Raum des Realen. Die Arbeiten des Duos durchzieht ein hintergründiger Witz, mit dem sie Alltagsrealitäten ad absurdum führen.

Nika Oblak & Primoz Novak, Reality is Out, kinetische Video-Installation, 73 × 42 × 10 cm, 2012

Text: http://www.xn--krnerpark-07a.de/ausstellungen/29-juli-bis-25-oktober-2017-and-now-for-something-completely-different-6/
Bild: http://www.ugm.si/en/exhibitions/nika-oblak-primoz-novak-2697/


Cloak and Dagger
Sarah Morris
Captain Petzel, Berlin
Laufzeit: 21.06. – 28.08.17
Öffnungszeiten: Di-Sa 11-18 Uhr

Betitelt nach Fritz Lang´s Film noir »Cloak and Dagger« von 1946, verweisen die Arbeiten in der Ausstellung auf die von Lang besetzte fiktive, innere und äußere Architektur seiner Filme. Für die Ausstellung realisiert die Künstlerin ein großes Wandgemälde mit dem Titel »Elixir«, sowie eine Reihe von neuen Gemälden und Zeichnungen. Außerdem sind der Film »Finite and Infinite Games« und ein neuer Film, mit dem Titel »Mimosa Tank: A Prologue for a Film«, zu sehen. Morris beschreibt ihre malerische und filmische Arbeit als gleichberechtigte Aktivitäten in ihrer künstlerischen Praxis – als „zwei Seiten der gleichen Medaille“. Morris erschafft durch Visionen des Spiels, der Möglichkeit und der Intrige einen neuen Ort der Politik. Ihre Gemälde, umgesetzt in Lackfarben auf quadratischen Leinwänden, erinnern an algorithmische Raster und halten die Essenz des Augenblicks fest. Innerhalb dieses Rahmens werden Verschwörungen, QR-Codes, optische Klangdiagramme, Filmplakate oder Medikamentenverpackungen als legitime Zielscheiben betrachtet.

Sarah Morris, “Eagle”, 2017, Household gloss paint on canvas, 90 x 90 cm / 35.4 x 35.4 inches © the Artist, photo: Christopher Burke

Bild l Text: http://www.capitainpetzel.de/exhibitions/cloak-and-dagger/


Figur und Zeichen
Susanne Rast
Galerie Schadow,Berlin

Laufzeit: 09.07. – 13.08.17
Öffnungszeiten: Di 10-18 Uhr l Mi-Fr 12-20 Uhr l Sa-So 12-18 Uhr

Susanne Rasts Arbeiten sind Körper und Geist greifende Wesen. Gleichgültig wie hoch deren Abstraktionsgrad ist, immer ist die menschliche Figur Ausgangs- und Endpunkt ihrer Arbeit. Da sind der Zweifel, die Sehnsucht, die Verletzung, das Verlangen, der Schmerz und die Liebe. Diese Formen menschlichen Daseins mit ihren gegensätzlichen Extremen, deren Erleben und Erleiden, sind ihr wesentlicher Antrieb. Auf ihre eigene, besondere Weise haben ihre Figuren etwas Unberührbares, Entrücktes. So sehr sie auch dem Naturbild geschuldet sein mögen: Wir sehen in ihnen oftmals den Ausdruck einer allgemeinen Wesenheit, eines menschlichen Zustands – und daraus resultiert Berührung, visuell und haptisch.

Susanne Rast
„Jenny“ 2016
Eiche
68 x 37 x 27 cm
Foto: © Robert Dämmig

Text: https://www.galerie-schadow.de/
Bild: http://www.art-in-berlin.de/ausstellungs-text.php?id=11430


Die Kunst zu sehen
Anita Albus
Kunsthalle zu Kiel, Kiel

Laufzeit: 20.05.-27.08.17
Öffnungszeiten: Di-So 10-18 Uhr l Mi 10-20 Uhr

Das künstlerische Schaffen von Anita Albus ist ein widerständiger Solitär in der Gegenwartskunst: Die Künstlerin bannt ihre Motive mit äußerster Präzision und Detailgenauigkeit auf der Basis selbst hergestellter Farben und mittels eines exakten, geschichteten Farbauftrags auf den Malgrund. Die künstlerischen Werke von Anita Albus stehen im engen Zusammenhang mit ihren natur- und kunsthistorischen Forschungen und Schriften. Davon zeugen beispielsweise die publizierten Werkserien „Das botanische Schauspiel. Vierundzwanzig Blumen nach dem Leben gemalt und beschrieben“ (2007) und „Von seltenen Vögeln“ (2005). Untersuchungen zu Flora und Fauna sind verschränkt mit der Geschichte der Naturwissenschaften, der Kunst und mit dem Wissen um künstlerische Techniken („Die Kunst der Künste. Erinnerungen an die Malerei“ (1999).

Anita Albus, Wachtelkönig, 1997/1998, Öl auf Pergament, auf kaschierter Sperrholzplatte aufgebracht, 17,5 × 11 cm, Kunsthalle zu Kiel, Dauerleihgabe der Karl-Walter Breitling und Charlotte Breitling-Stiftung, Foto: Sönke Ehlert ©Anita Albus/Karl-Walter Breitling und Charlotte Breitling-Stiftung

Bild l Text: http://www.kunsthalle-kiel.de/de/ausstellungen/anita-albus

 

Wir wünschen ein schönes ARTWEEKEND!


 

Leave a Reply