ARTWEEKEND TIPPS – WOCHE 31 / 2017

ONE DAY IN BERLIN 2017 – 30 YEARS LATER
Fotogalerie Friedrichshain, Berlin

Laufzeit: 04.08.-22.09.17
Öffnungszeiten: Di-So 14-18 Uhr l Do 10-20 Uhr

Im Sommer 1987 fand anlässlich der 750-Jahr Feier des Stadt Berlin in der Fotogalerie Friedrichshain die große Gruppenausstellung „Ein Tag in Berlin“ statt. Die 17 Fotografen, darunter Sibylle Bergemann und Harald Hauswald, dokumentierten den Osten der damals noch geteilten Stadt. Welche  Geschichten erzählt das gegenwärtige Berlin, nachdem 30 Jahre vergangen sind? Wo werden die Veränderungen am deutlich sichtbar? Diesen Fragen stellte die Fotogalerie in Form eines offenen Aufrufes mit dem Titel Ein Tag in Berlin – 30 Jahre danach. Die Jury wählte aus über 2000 eingesendeten Fotografien die Bilder und Serien, die das vielfältige Gesicht der Stadt, ihren Wandel und die dringendsten Themen der letzten Jahre wiederspiegeln. Herausgekommen ist mit 50 Teilnehmern die größte Gruppenausstellung, die jemals in der Fotogalerie stattgefunden hat. Mit Harald Hauswald und Eberhard Klöppel sind auch zwei Fotografen vertreten, die bereits 1987 bei Ein Tag in Berlin dabei waren.

© Martin U Waltz

Quellen: Text | Bild


DIE FOTOGRAFIERTE FERNE – FOTOGRAFEN AUF REISEN (1880–2015)
Berlinische Galerie – Museum für Moderne Kunst, Berlin
Laufzeit: 19.05. – 11.09.17
Öffnungszeiten: Mi-Mo 10-18 Uhr

Das Reisen ist seit mehr als 100 Jahren ein großes Thema der Fotografie. Mit Aufkommen des massenhaften Tourismus im späten 19. Jahrhundert entstand das Genre der Reisefotografie, das die Erwartungen an das Exotische in der Fremde bestätigte. Erst seit den 1920er-Jahren ist das Reisen für Fotografen auch Anlass für die künstlerische Auseinandersetzung mit den kulturellen, politischen und sozialen Zuständen anderer Länder. Die Bilder entstehen als spontane Reaktion auf Unbekanntes oder im Zusammenhang mit vorher geplanten konzeptuellen Ideen. Die Ausstellung vermittelt mit über 180 Bildern von 17 Fotografen eine Geschichte der künstlerischen Fotografie des 20. Jahrhunderts. Die verschiedenen Positionen veranschaulichen, wie sich Bildsprache und Wahrnehmung von der frühen Reisefotografie bis in unsere globalisierte Welt verändert haben.

Tobias Zielony, Two Boys, aus der Serie: Trona – Armpit of America, 2008, © Tobias Zielony

Quellen: Text | Bild


MEISTERHAFT – JUNGE UND ALTE MEISTER
Galerie SCHMALFUSS, Berlin

Eröffnung: 05.08.17, 16-22 Uhr
Laufzeit: 05.08. – 02.09.17
Öffnungszeiten: Di-Fr 11-18 Uhr l Sa 11-16 Uhr

In der neu aufgelegten, periodisch wiederkehrenden Ausstellungsserie, Junge und Alte Meister, zeigt die Galerie SCHMALFUSS Arbeiten von der etablierten Künstlerin Angela Hampel (Dresden) und den aufstrebenden „deutsch-französischen“ Jungen Künstlern: Clement Loisel und Cedric le Corf.

C. Le Dorf: Uterus Gravidus, 2014, Porzellan und Holz, 44 x 24 cm

Quellen: Bild | Text


HONEY, I REARRANGED THE COLLECTION
#2 Help Me Hurt Me. Zwischen Fürsorge und Grausamkeit
Hamburger Kunsthalle, Hamburg

Laufzeit: 07.05.17 – 07.01.18
Öffnungszeiten: Di-So 10-18 Uhr l Do 10-21 Uhr

HONEY, I REARRANGED THE COLLECTION – ursprünglich der Titel einer Werkgruppe des amerikanischen Künstlers Allen Ruppersberg – ist eine freundliche Einladung, die Sammlung für Gegenwartskunst an der Hamburger Kunsthalle (neu) zu entdecken. Die groß angelegte Sammlungspräsentation ist über einen Zeitraum von drei Jahren konzipiert und widmet sich im jährlichen Wechsel je einem zentralen Erfahrungs- und Erlebnisbereich des Menschen. So steht zunächst die Beziehung des Menschen zum Ding im Mittelpunkt, dann seine Beziehung zum Mitmenschen, und zuletzt die zu dem ihn umgebenden Raum. # 1 Magie der Dinge. Von der Tücke des Objekts (2016) l # 2 Help Me Hurt Me. Zwischen Fürsorge und Grausamkeit (2017)
Eine Hommage an Bruce Nauman zu seinem 75. Geburtstag. l # 3 Bouncing in the Corner. Die Vermessung des Raums (2018)

Nan Goldin (*1953), The Ballad of Sexual Dependency, 1992, Projektionsinstallation mit 720 Kleinbilddias (9 Dia-Projektoren, 1 Steuergerät, 3 Programmboxen, 1 Programm/ Tonband)

Quellen: Bild | Text


Kunst ins Leben! Der Sammler Wolfgang Hahn und die 60er Jahre
Museum Ludwig, Köln

Laufzeit: 24.06.-24.09.17
Öffnungszeiten: Di-So 10-18 Uhr l jeden ersten Do im Monat 10-22 Uhr

Wolf­gang Hahn war Che­fres­tau­ra­tor des Wall­raf-Richartz-Mu­se­um und des Mu­se­um Lud­wig. Diese Per­spek­tive prägte sei­nen Blick auf die zeit­genös­sische Kunst. Er erkan­nte, dass die neue Kunst um 1960 in ihrem Kern prozesshaft und per­for­ma­tiv war. So be­suchte er von Be­ginn an Ve­r­an­s­tal­tun­gen neuer Musik, Fluxus-Ak­tio­nen und Hap­pen­ings. Er ini­tiierte Ar­beit­en wie Daniel Spo­er­ris Hahns Abendmahl von 1964, re­al­isierte in seinem Wohnz­im­mer Lawrence Wein­ers Konzept A SQUARE RE­MO­VAL FROM A RUG IN USE von 1969 und kaufte nicht nur Konzepte und Par­ti­turen, son­dern auch Au­dioar­beit­en und 16-mm-Filme von Kün­st­lerIn­nen.  In­dem die Ausstel­lung im Mu­se­um Lud­wig und im mumok er­st­mals die Samm­lung Hahn als ein abgeschlossenes Zeitzeug­nis be­trachtet, er­möglicht sie ei­nen neuen Blick auf die Kunst der 1960er- und 1970er-Jahre auch jen­seits kun­sthis­torisch­er oder ge­o­gra­fisch­er Ei­nord­nun­gen.

Daniel Spoerri führt den Koffer vor, 1961, © VG Bild-Kunst, Bonn 2017 und mumok, Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien, ehemals Sammlung Hahn, Köln, Foto: Vera Mercer

Quellen: Bild | Text

Wir wünschen ein schönes ARTWEEKEND!


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