ARTWEEKEND TIPPS – WOCHE 32 / 2017

ALEXANDRA PIRICI – AGGREGATE
n.b.k., Berlin

Eröffnung: 11.08.17, 18 Uhr
Laufzeit: 12.08.-17.09.17
Öffnungszeiten: Sa-Mi 14-18 Uhr l Do 18-20 Uhr

Der Neue Berliner Kunstverein präsentiert die erste Einzelausstellung von Alexandra Pirici in Deutschland. Als lebendiges Environment angelegt, bildet die Ausstellung Aggregate den Rahmen für über 80 PerformerInnen, die zusammen mit den BesucherInnen den Ausstellungsraum in einer Schwarmbewegung definieren. Basierend auf verkörperten Erinnerungen, die Fragmente eines gemeinsamen Welterbes verhandeln, nimmt das Werk Bezug auf Versuche der Menschheit, wesentliche Aspekte ihres Daseins in Zeitkapseln festzuhalten, wie etwa in Form der „Voyager Golden Records“ der NASA, die ausgewählte Informationen zum Leben auf der Erde anderen, außerirdischen Spezies zur Verfügung stellen sollten.

Aggregate lädt dazu ein, zu erleben, wie wir unsere Identität im Kollektiv definieren und welche Rolle dabei die selektive Rückbesinnung auf Erinnerungen, die wir für unser Selbst in Gegenwart und Zukunft bewahren möchten, spielt. In der Auseinandersetzung mit Piricis Projekt wird auch die übliche Distanz zwischen Kunstwerk und BetrachterIn dekonstruiert, indem die Masse der PerformerInnen den Raum besetzt und die Bewegung des Publikums anregt und beeinflusst. Der Kunstraum wird hinterfragt und gemeinsam definiert. Die Bewegung zum Kunstwerk hin wird Teil des Werks selbst, indem das Werk aus Bewegung hervorgeht.

Alexandra Pirici, Aggregate, 2017 © Alexandra Pirici

Quellen: Text


SEASCAPES – JENNIFER BURTCHEN
Rosa-Luxemburg-Straße 16, Berlin

Eröffnung: 11.08.17, 18-22:30 Uhr
Laufzeit: 11.08. – 19.08.17
Öffnungszeiten: Mo-So 15-19 Uhr

Die interdisziplinäre Ausstellung seascapes ist der Versuch einer Annäherung an die Naturerscheinung Wasser anhand verschiedener künstlerischer Ansatzpunkte und Perspektiven.
Sie umfasst Zeichnungen, Malereien, Fotografien und eine Skulptur. Zusätzlich sind die zwei Fotografen Tilman Brembs und Delaney Allen eingeladen, sich mit ihren Arbeiten zum Sujet der Ausstellung zu positionieren.

Jennifer Burtchen, Baltic 2, 2017, acryl on linen , 170x140cm

Quellen: Text 


TITUS SCHADE – FACHWERK 
Junge Kunst, Wolfsburg

Laufzeit: 12.08. – 14.10.17
Öffnungszeiten: Di-Sa 11-17 Uhr

Titus Schade (geb. 1984 in Leipzig, lebt und arbeitet in Leipzig) setzt sich in seinen Arbeiten mit Bild und Bildraum auseinander. In kulissenartigen Szenerien entwickelt er Orte, die zwischen Modell- und Bühnensituation changieren. Dabei imaginiert er ein breites Spektrum verschiedenster Architekturen und Requisiten, die den Betrachter seiner Leinwände in einen Privatkosmos einladen. Er verhandelt in seinen Arbeiten nicht die Realität, sondern bedient sich ihrer Versatzstücke und ordnet sie neu zu einer in sich geschlossenen Welt. Dabei unterliegen die meist architektonischen Formen und Strukturen einer barocken Lichtregie. In Schades Schaffen treffen klassische Landschaftsbilder auf geometrische Formen, die in ihrer Zeitlosigkeit universell lesbar sind.

Titus Schade, Der Hof, 2012, Öl und Acryl auf Leinwand, 100 x 170 cm, Privatsammlung, courtesy Galerie EIGEN + ART Leipzig/Berlin, Foto: Uwe Walter, Berlin

Quellen: Text l Bild


PEACE
Schirn Kunsthalle, Frankfurt

Laufzeit: 01.07. – 24.09.17
Öffnungszeiten: Di, Fr-So 10-19 Uhr l Mi, Do 10-22 Uhr

Tauben, Regenbogenfarben und mit Blumen geschmückte Gewehre: Die Darstellung von Frieden erschöpft sich oft in bekannter Symbolik. Vom 1. Juli bis 24. September 2017 geht die Schirn Kunsthalle Frankfurt mit der diskursiven Gruppenausstellung PEACE einen anderen Weg und stellt vielmehr die Frage: Wie geht Frieden eigentlich? Die Ausstellung präsentiert Positionen von zwölf internationalen Künstlerinnen und Künstlern. Jan de Cock, Minerva Cuevas, Ed Fornieles, Michel Houellebecq, Surasi Kusolwong, Isabel Lewis, Lee Mingwei, Katja Novitskova, Heather Phillipson, Agnieszka Polska, Timur Si-Qin und Ulay betrachten das Thema PEACE aus zeitgenössischer Perspektive.

Ulay, Whose Water is it?, 2012, Installationsansicht, © Schirn Kunsthalle Frankfurt 2017, Foto: Neven Allgeier

Quellen: Text


THE GREAT GRAPHIC BOOM – AMERIKANISCHE KUNST 1960-1990
Staatsgalerie, Stuttgart

Laufzeit: 14.07.-05.11.17
Öffnungszeiten: Di-Mi, Fr-So 10-18 Uhr, Do 10-20 Uhr

Die Staatsgalerie zeigt rund 200 Graphiken von 22 Künstlerpersönlichkeiten, die die unterschiedlichen Stilrichtungen der amerikanischen Druckgraphik von 1960 bis 1990 repräsentieren. Die Jahrzehnte, die auf den Zweiten Weltkrieg folgten, waren in Amerika durchaus dramatisch: Die Allgegenwärtigkeit der Atombombe, der Kalte Krieg, die McCarthy-Ära, der Stellvertreterkrieg in Vietnam und Watergate bestimmten die Gesellschaft ebenso wie die glamouröse Welt der Hollywood-Stars, die Beatmusik und die Hippiebewegung.

Roy Lichtenstein, Sweet Dreams, Baby!, 1965, Staatsgalerie Stuttgart, Graphische Sammlung © Estate of Roy Lichtenstein/ VG Bild-Kunst, Bonn 2017

Quellen: Text l Bild

Wir wünschen ein schönes ARTWEEKEND!


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