ARTWEEKEND TIPPS – WOCHE 33 / 2017

LANGE NACHT DER MUSEEN
Berlin

Öffnungszeiten: 19.08.17, 18-02 Uhr

Die Lange Nacht der Museen feiert Geburtstag! Vor 20 Jahren, im Februar 1997, wurde diese einzigartige Veranstaltung, bei der Museen aus der ganzen Stadt bis tief in die Nacht ihre Türen für Besucher*innen öffnen, in Berlin aus der Taufe gehoben. Mit 18 Museen startete die erste Lange Nacht der Museen, am 19. August 2017 präsentieren sich zwanzig Jahre später rund 80 Museen unter dem Motto „Made in Berlin“. Von Martin-Gropius-Bau bis Puppentheater-Museum / Neu: Kieztouren Prominente Häuser wie das Neue Museum oder der Martin-Gropius-Bau sind ebenso dabei wie Museen abseits der Zentren, die an diesem Abend entdeckt werden wollen: vom Georg Kolbe Museum im Westend über die Polizeihistorische Sammlung in Tempelhof bis zum Neuköllner Puppentheater-Museum.

Alte Postkutsche im Museum für Kommunikation während der Langen Nacht der Museen © Kulturprojekte Berlin, Foto: Sandra Ratkovic

Quellen: Text


PAUSE: MARGARET HONDA
KW Institute for Contemporary Art, Berlin
Eröffnung: 18.08.17, 18-21 Uhr
Laufzeit: 18. – 20.08.17
Öffnungszeiten: Mi-Mo 11-19 Uhr, Do 11-21 Uhr

Im August 2017 setzen die KW Institute for Contemporary Art ihre neue Serie Pause mit der Filmvorführung von Spectrum Reverse Spectrum der Künstlerin Margaret Honda fort. Pause fungiert als Unterbrechung des laufenden Programms und stellt anhand von einzelnen Kunstwerken Verbindungen zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft her. Der ohne Kamera gedrehte Film fördert das gesamte, auf dem 70 mm Filmmaterial verfügbare Farbspektrum als eine Entität zutage, die zwischen physischem Körper, industriellem Produkt und komplexem philosophischen Konzept fluktuiert, das die Kluft zwischen dem Messbaren und dem Erfahrbaren offenbart.

Margaret Honda, Spectrum Reverse Spectrum, 2014, 70-mm-Filmrolle / 70mm film reel, Foto /
Photo: Brian Forrest

Quellen: Text


PAUL MAKOWSKY – FREE
Kunstsaele, Berlin

Eröffnung: 18.08.17, 19 Uhr
Laufzeit: 19.08 – 31.08.17
Öffnungszeiten: Mi-Sa 11-18 Uhr

Unser tägliches Wohlbefinden ist, ohne die Beziehungen, in denen wir uns befinden, nicht denkbar. Drastischer ausgedrückt: Ohne Austausch keine Existenz, sowohl physisch wie psychisch. Denken Sie nur an den Kreislauf der Sauerstoffproduktion. Von uns abgegebenes Kohlendioxid wird von den Pflanzen aufgenommen und in frischen Sauerstoff umgewandelt, der anschließend wieder für uns zur Verfügung steht.
Unser Überleben gründet sich auf Austausch und dieser ist kostbar. Mit der Verlagerung dieses Moments in den künstlerischen Raum verschiebt sich dieser Wert vom Praktischen ins Symbolische. Objekte, die auf einer weißen, quaderförmigen Box (FREE) platziert sind, stehen zur freien Verfügung, stellen eine universelle Form des Gebens dar.
Dabei gleicht kein Objekt dem Nächsten, sodass diese, über den Ausstellungsverlauf, in einer sich ständig verschiebenden Dynamik zueinander stehen. Beschenkten ist die Einschätzung über deren VergleichsWert daher nicht direkt gegeben. Einzig die bedingungslose, großzügige Gabe ist gewiss.
Laut Definition bedeutet Großzügigkeit, einen Zug ins Große zu haben. Anders ließe sie sich als die Fähigkeit beschreiben, Raum zu schaffen, Platz zu geben, oder als die Möglichkeit zur Akzeptanz. Warum sollte sich jemand zu diesem Handeln entscheiden? Um einen Austausch zu vollziehen? Um zu geben? Um liebenswert zu sein? Um auszubeuten? Vielleicht von allem ein bisschen, vielleicht von allem nichts.

Paul Makowsky, Joanne, 2017

Text: © Robert Hausmann


SAN FRANCISCO 1967 – PLAKATE IM SUMMER OF LOVE
Museum Folkwang, Essen

Laufzeit: 09.06 – 3.09.2017
Öffnungszeiten: Di- Mi, Sa-So 10-18 Uhr, Do- Fr 10-20 Uhr

Die Hippie-Bewegung fand mit dem Summer of Love 1967 in San Francisco ihren Höhepunkt. Zum 50. Jubiläum widmet das Museum Folkwang der Hippie-Kultur im Sommer 2017 eine umfangreiche Ausstellung. Rund 250 psychedelische Plakate – ergänzt durch Fotografien, Schallplattencover und Konzertkarten – ermöglichen einen umfassenden Einblick in diese wichtige Umbruchphase. San Francisco 1967 ist die bisher größte Plakatausstellung zum Summer of Love in Europa überhaupt.

Vor dem Hintergrund schwerer Rassenunruhen, dem Vietnamkrieg und einer konsumorientierten Gesellschaft, entwickelte sich in San Francisco der 1960er Jahre eine Gegenkultur, die nach neuen Wegen im Zusammenleben von Menschen und Staaten suchte. Neben dem Dresscode war es vor allem die Musik von Jefferson Airplaine, The Grateful Dead, The Doors oder Jimi Hendrix und Janis Joplin, die der Bewegung Ausdruck verlieh. Geworben wurde vor allem mit Plakaten.

The Chamber Brothers „Glasses“, San Francisco, 1967, Sammlungen Lutz Hieber und Gisela Theising, © Victor Moscoso

Quellen: Bild l Text

 

Wir wünschen ein schönes ARTWEEKEND!


 

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