ARTWEEKEND TIPPS – Woche 38 / 2017

FRIENDS WITH BOOKS: ART BOOK FAIR BERLIN 2017
Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart, Berlin

Eröffnung: 22.09.2017, 18 Uhr
Laufzeit: 22.09. – 24.09.2017
Öffnungszeiten: Sa – So 11-19 Uhr

Über 160+ Künstler und Verleger zeigen ihre Künstler- und Kunstbücher, begleitet von einem öffentlichen Rahmenprogramm mit Lesungen, Buchpräsentationen, Diskussionsrunden, Performances und künstlerische Interventionen, die die Bandbreite des künstlerischen Publizierens heute abbilden. Die Praxis von Autoren, Künstlern und Designern überschneidet sich in den letzten Jahren immer öfter mit der des Verlegers und umgekehrt. Das Verlegen wird konzeptionell in eine künstlerische Arbeit integriert und die Publikation selbst als künstlerisches Projekt verstanden. In den letzten Jahren ist für viele zeitgenössische Künstler das Publizieren ein wesentlicher Teil ihrer künstlerischen Praxis geworden. Sei es im Eigenverlag, in Form von selbst produzierten Heften, sei es mit aufwendig gestalteten Künstlerbüchern, regelmäßig erscheinenden Magazinen, Blogs, Performances oder Lecture Performances.

© FRIENDS WITH BOOKS: ART BOOK FAIR BERLIN 2017

KATHRYN ANDREWS – BLACK BARS
König Galerie, Berlin

Eröffnung: 22.09.17, 18 – 21 Uhr
Laufzeit: 23.09. – 22.10.2017

Kathryn Andrews’ Werk durchbricht die Wahrnehmungsgewohnheiten unserer mediengesättigten Gegenwart. Sie stellt hochgradig ikonische Formen wie popkulturell geprägtes Bildmaterial und Hollywood-Requisiten neben abstrakte und äußerst reduzierte Gebilde, die sich durch intensive materielle Präsenz auszeichnen. Ihre Combines lassen den Betrachter zwischen einer bildlich-illusionistischen Sehweise (wie in der Pop Art) und der Wahrnehmung von Materialien und Objekten (wie im Minimalismus) schwanken. So zielt ihre Arbeit auf eine Auflösung des augenscheinlichen Widerspruchs zwischen diesen zwei historischen künstlerischen Ansätzen.

Kathryn Andrews, Black Bars: Déjeuner No. 14 (Girl with Bandana, Campfire Mug, Comb, Grapefruit Slice and Fly Swatter), 233,7 x 186,1 x 11,4 cm, aluminium, Plexiglas, ink, paint, unique

Quelle: Text l Bild


CIRCLE SONGS – KIRSTEN HEUSCHEN
Raum für drastische Maßnahmen, Berlin

Eröffnung: 22.09.2017, 19 Uhr
Laufzeit: 23-24.09.2017, 28.09.-01.10.2017
Öffnungszeiten: 15:30 – 18:30 Uhr

Die Ausstellung “Circle Songs” zeigt Arbeiten von Kirsten Heuschen, die zusammen wie ein Ökosystem funktionieren, das in ständiger Bewegung ist und regelmäßigen Störungen unterliegt. Das zentrale Thema der Werke ist die Untersuchung und Erweiterung von Chemigrammen durch die Kombination mit verschiedenen Décollage-Techniken. Décollagen sind voller Indizien – die körperliche Geste des Reißens schreibt sich bildhaft in sie ein. Kirsten Heuschen reagiert auf diese Indizien und interpretiert sie in einem wechselseitigen Prozess beider Techniken. Sie malt mit Cyanotypie-Emulsion (ein altes fotografisches Edeldruckverfahren mit typisch cyanblauen Farbtönen) direkt auf die farbigen Papieren, die mit der Fotochemie reagieren und Chemigramme in besonderen Farbtönen und Nuancen ergeben. Für die Entstehung eines Chemigramms
ist alleine die Reaktion des fotografischen Materials entscheidend, und es wird ausschließlich der chemische Prozess sichtbar. Dieser Prozess ist nicht umkehrbar und lässt sich nicht 1:1 wiederholen.

© Kirsten Heuschen: Circle Songs

Quelle: Bild l  Text


GOLDRAUSCH 2017
Studio 1, Kunstquartier Bethanien, Berlin

LAST DAYS
Laufzeit: 09.09.2017 – 23.09.2017
Öffnungszeiten: Mo-So 11-20 Uhr

Für die diesjährige Ausstellung GOLDRAUSCH 2017 hat eine jährlich wechselnde Fachjury fünfzehn Künstlerinnen verschiedener Herkünfte ausgewählt. Kriterium ist das hohe Niveau der künstlerischen Positionen. Das Spektrum der gezeigten Arbeiten reicht von Malerei, Skulptur, Fotografie, Sound- und Videokunst bis zu Performance. Auf zwei Etagen und 660 Quadratmetern Ausstellungsfläche zeigen die diesjährigen Stipendiatinnen eigens für die Ausstellung angefertigte Arbeiten im Studio 1 des Kunstquartier Bethanien. Das Goldrausch Künstlerinnenprojekt vermittelt seit 1989 bildenden Künstlerinnen unverzichtbare Instrumente und berufsspezifische Kenntnisse, die für eine selbstständige künstlerische Tätigkeit erforderlich sind. Der einjährige Professionalisierungskurs unterstützt Künstlerinnen dabei, individuelle Karrierewege zu erschließen und verhilft ihnen zu mehr Sichtbarkeit auf dem Kunstmarkt. Prominente Beispiele sind die ehemaligen Teilnehmerinnen Monica Bonvicini, Friederike Feldmann und Maria Eichhorn. Dass das Goldrausch Künstlerinnenprojekt nicht an Aktualität verloren hat, zeigt die letzte Studie des deutschen Kulturrats von 2016: Frauen verdienen in den Bereichen Kultur und Medien immer noch 24 % weniger als ihre männlichen Kollegen.

Goldrausch Ausstellungsansicht, © Courtesy of the artist, Foto: Eric Tschernow

Quelle: Text

Wir wünschen ein schönes ARTWEEKEND!

 

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