ARTWEEKEND TIPS – Woche 42/2017

 

TALK PROGRAMM ZUR AUSSTELLUNG – STUDY FOR A SOAP VON EMMANUEL TUSSORE

Alltag im Konflikt
Benhadj&Djilali Galerie, Berlin

21.10.2017, 19 – 21 Uhr

Gespräch (englisch) mit Hosam Katan – Fotograf aus Aleppo über den Versuch, in Zeiten von gewalttätigen Konflikten eine Normalität zu leben, und diese abzubilden.
Moderation: Olaf Winkler, Architektur und Kulturjournalist

Gesellschaft im Wiederaufbau
Benhadj&Djilali Galerie, Berlin

22.10.2017, 11.30 – 14.00 Uhr

Gespräch (deutsch) mit Niloufar Tajeri (Architektin) und mit Yasser Almaamoun (Architekt) aus Damaskus, über Wiederaufbaupläne für die Stadt und zivile Gesellschaften unmittelbar nach gewalttätigen Konflikten (Berlin, Aleppo, Beirut, Kabul, etc.). Überlegungen und Diskussion über erste Wiederaufbaupläne für Aleppo und Damaskus.
Gespräch (englisch) mit Hamid Sulaiman – Architekt, Maler, Illustrator und Autor des Comicromans „Freedom Hospital“ – über seine Sicht des Krieges in Syrien. Sulaiman, geboren 1986 in Damaskus, lebt und arbeitet in Berlin und Paris.
Moderation: Olaf Winkler, Architektur und Kulturjournalist

Emmanuel Tussore – Study for a Soap, City, 2017

Den Trümmern zum Trotze

Galerie Katharina Maria Raab, Berlin

22.10.2017, 16.30 – 17.30 Uhr

Führung und Gespräch mit der Künstlerin Sonya Schönberger in ihrer aktuellen Ausstellung.
Vierzehn Trümmerberge gibt es in Berlin. Diese künstlichen Aufschüttungen aus Trümmern des Zweiten Weltkrieges wurden ab den 1950-er Jahren bepflanzt. Stadtplaner und Landschaftsarchitekten wählten schnellwachsende Bäume und Pflanzen, deren Wurzelwerk sich dem künstlichen Untergrund anpassen konnte. Wortwörtlich ist Gras über die Sache gewachsen. Die Künstlerin, Jahrgang 1975, geht auf die Suche nach Fragmenten, die im Laufe der Zeit durch Erosion und entwurzelte Bäume wieder ans Tageslicht gebracht wurden, um diese dann zu heben und die Baumwipfel zu fotografieren. Auf ausgedehnten Spaziergängen über die Trümmerberge gefundene Scherben werden mit den Fotografien kombiniert.

Quelle: Text

 


SLIGHTLY ABSTRACT –  ANETA KAJZER
OMO artspace, Berlin

20.10.17, ab 18 Uhr | 21.10.17, 16 – 22 Uhr

Aneta Kajzer, geb. 1989 in Kattowitz, Polen, studierte an der Kunsthochschule Mainz, bevor sie im Mai diesen Jahres als erste Stipendiatin die Winsor & Newton Residency im Künstlerhaus Bethanien antrat. Aneta Kajzer erarbeitet sich die Auseinandersetzung von Fläche, Materialität und Farbigkeit mithilfe von großem körperlichem Einsatz. Ihre Arbeiten überschreiten dabei häufig deutlich ihre Körpergröße und nehmen dennoch immer wieder Bezug auf den menschlichen Körper. Um die teils grotesken Überzeichnungen körperlich-physischer Gegebenheiten zu entwickeln, bedient sie sich übergroßer Hilfsmittel. Zum Einsatz kommen so nicht nur Pinsel und die eigene Hand als unmittelbares Instrument, sondern auch Besen und weiteres Gerät.

Aneta Kajzer – I’ve got no brain baby, 2017

 

Link: facebook Event


TONY CRAGG. SCULPTURES AND WORKS ON PAPER (FINISSAGE)
Ludwig Museum, Koblenz

Laufzeit: 27.08.2017 – 22.10.2017 | Finissage 22.10.2017, 15 Uhr mit Führung
Öffnungszeiten: Di – Sa 10.30 – 17.00 Uhr | So und feiertags 11.00 – 18.00 Uhr

Der britische, in Deutschland lebende Bildhauer und international hoch geschätzte Künstler Tony Cragg (geb. in Liverpool, 1949) präsentiert im Ludwig Museum eine Auswahl seiner neuesten Skulpturen sowie einen Überblick seiner graphischen Arbeiten. Anhand von Skulpturen, Zeichnungen und Aquarellen soll Tony Craggs künstlerischer Weg und Schaffensprozess von der anfänglichen Idee bis zum formvollendeten Objekt aufgezeigt werden.

Ästhetische Fragestellungen zur heutigen Skulptur und insbesondere im Œuvre von Tony Cragg rücken in den Fokus der Ausstellung, die ausgewählte Werke von 1979 bis 2014 versammelt. Neben großen wie kleinen Skulpturen und Plastiken aus Holz, Marmor, Edelstahl, Bronze, Eisen und Polyester werden noch nie gezeigte Bleistiftzeichnungen und farbige Aquarelle neue Einblicke in das skulpturale Werk des in Wuppertal lebenden Ausnahmekünstlers geben und somit zum bestehenden, internationalen Dialog über die zeitgenössische, deutsche Bildhauerei auf höchstem Niveau beitragen.

Tony Cragg Hedge, 2015, 90×131, © Foto Michael Richter, Courtesy of Ludwig Museum Koblenz

 

Quelle: Text | Bilder


SOCIAL SYNTHETIC – SETH PRICE 
Museum Brandhorst, München

Eröffnung: 20.10.2017, 19 Uhr
Laufzeit:   ‐  
Öffnungszeiten: Do 10 – 20 Uhr | Di – So 10 – 18 Uhr

Das Museum Brandhorst präsentiert die international erste Überblicksausstellung des US-amerikanischen Künstlers Seth Price. Die mehr als 100 Werke umfassende Ausstellung zeigt Skulpturen, Filme, Fotografien, Zeichnungen, Malerei, Video, Kleider und Textilien, Web-Design, Musik und Dichtung. Programmatisch dringt Price in Territorien jenseits der bildenden Kunst vor, indem er die Produktions- und Vertriebsformen der Musikindustrie, der Modewelt und des Literaturbetriebs aufgreift und nutzt. Dabei beschäftigt er sich mit den fundamentalen Veränderungen der visuellen Kultur, die mit der flächendeckenden Etablierung digitaler Medien einhergehen.

„Seth Price – Social Synthetic“ ist eine Kollaboration des Museum Brandhorst mit dem Stedelijk Museum Amsterdam, wo die Ausstellung vom 15. April bis 03. September 2017 zu sehen war. Eine neue Werkserie schließt die im Jahr 2000 einsetzende Präsentation der vielseitigen und einflussreichen Praxis von Seth Price ab.

Quelle: Text

Wir wünschen ein schönes ARTWEEKEND!

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