ARTWEEKEND TIPS – Woche 49/2017

Be an Angel eV | Charity- Auktion zur Integration geflüchteter Menschen

Samstag, 9. Dezember 2017, 18.00 – 21.00 Uhr

BOX Freiraum | Berlin

24 Positionen zeitgenössischer Künstler in einer Auktion. Be an Angel e. V. ist eine Initiative von Menschen aus Medien, Kultur und Marketing, die Ihre Fähigkeiten und Netzwerke zur Integration geflüchteter Menschen in unsere Gesellschaft einsetzen. Andreas Tölke hat den Verein BE AN ANGEL gegründet mit dessen Hilfe geflüchtete Menschen unterstützt werden. Am Samstag findet hierfür eine Auktion im Box Freiraum statt mit 24 Künstlern: Philipp Fürhofer, Daniel Lannes, Tom Jacobi, Tristan Wilczek, Markus Keibel, Jimmy Nelson, Max Renkel, Helga Schmidhuber, Cristina Canale, Anatol Kotte, Erol Vert, Oda Jaune, Frederike von Cranach, Maria von Thurn Taxis, Fritz Bornstück, Johanna Finckh, Friederike Reveman, Jörg Immendorf, Martin Ogolter, Xenia Fink, Patricia Reinhart, Edgar Herbst, Rocko Schamoni.

Mit freundlicher Unterstützung von Christie’s.

Rocko Schamoni, Asstray, Model Trump, 15 x 3, wasserblau glasiertem Steinzeugton

 

Textquellen: https://www.facebook.com/events/170721070182650/ |  beanangel.direct/about-us
Mehr Informationen: http://beanangel.direct/
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Underground und Improvisation. Alternative Musik und Kunst nach 1968

Auftaktveranstaltung Freitag, 8. Dezember 2017, 19.30 Uhr

Akademie der Künste | Pariser Platz 4, 10117 Berlin

Aktivisten und Zeitzeugen diskutieren über experimentelle Musik, zeitgenössische Kunst und gesellschaftliche Veränderung. Mit Nele Hertling (Akademie-Mitglied und Direktorin der Sektion Darstellende Kunst, Berlin), Thomas Krüger (Leiter der Bundeszentrale für politische Bildung, Berlin), Claus Löser (Filmemacher, Berlin), Bert Noglik (Jazz-Journalist, Berlin) und Alexander Pehlemann (Musik-Journalist und Leiter des Projekts „Unearthing the Music…“, Leipzig)

Moderation: Markus Müller (Jazz-Journalist und Kurator, Berlin)

Musik und Video: Simon Steen-Anderson (Joysticks, Sampler und Objekte; Berlin Aarhus) und Søren Kjaergaard (Klavier; Kopenhagen)

Duo Søren Kjærgaard und Simon Steen-Andersen, Foto: Privat

Zwei Ausstellungen zu den Themen Underground und Improvisation widmen sich vom 15. März bis 6. Mai 2018 im Akademie-Gebäude am Hanseatenweg alternativen Musik- und Kunstbewegungen in Ost und West, vom Jahr der Studentenrevolte und des Prager Frühlings bis zur Nachwendezeit in Berlin und Osteuropa. Das umfangreiche Begleitprogramm besteht aus einer Konzertreihe, Filmaufführungen, Podiumsdiskussionen und einem interdisziplinären Symposium.

Die Ausstellung „Notes from the Underground – Alternative Art and Music in Eastern Europe 1968 – 1994“ ist einer Generation von Künstlerinnen und Künstlern gewidmet, die in Abgrenzung zur offiziellen Kultur an der Schnittstelle von bildender Kunst, Videokunst und experimenteller Musik agierte. Zensur und Mangel führten zu einfallsreichen und oftmals ironischen Arten des Arbeitens. Gezeigt wird eine Auswahl mitunter noch nie ausgestellter Zeitzeugnisse, darunter von Künstlern selbst kreierte Musikinstrumente, Super-8-Filme, Samizdat-Zeitschriften und dokumentarische Aufzeichnungen von Aufführungen.

Die Ausstellung „Free Music Production / FMP: The Living Music“ präsentiert die Geschichte der Free Music Production (1968 – 2010), einer von Künstlern initiierten Berliner Plattform für die Produktion, Präsentation und Dokumentation Freier Musik. In der Akademie der Künste fanden legendäre FMP-Konzerte und Veranstaltungen statt; sie schrieben international Geschichte als eine der wichtigsten kulturhistorischen Leistungen Westberlins. Mit dieser Ausstellung und einem Konzertprogramm wird die Geschichte wieder an ihren Ausgangsort zurückgeführt und auf die Gegenwart der Freien Musik und der heutigen Improvisations-Szene treffen.

 

Mehr Informationen: Akademie der Künste


DEVELOPING – ITALIAN EXPERIMENTAL PHOTOGRAPHY UP TO NOW

 SR CONTEMPORARY ART | Niebuhrstrasse 11A , 10629 Berlin

Laufzeit: 05.12.2017 – 27.01.2018

Mit der Ausstellung Developing präsentiert die Galerie die Entstehungsgeschichte der italienischen experimentellen Fotografie von den 1960er Jahren bis in die Gegenwart. Gezeigt werden Arbeiten von Künstlern der Galerie wie Franco Fontana, Luciano Romano, Alessandra Baldoni, Franco Grignani, Patrizia della Porta, Occhiomagico, Ivan Piano und Barbara La Ragione.

Die Ursprünge moderner experimenteller Fotografie in Italien gehen bis in die 1960er Jahre zurück – in eine Epoche, die von einer Verschmelzung  historischer Traditionen mit internationalen  Einflüssen gekennzeichnet war und die in neuen Formen einer expressiven und Konzept basierten Bildsprache mündete. In den 1970er Jahren trieb das wachsende Interesse an einer theoretischen Auseinandersetzung mit der Bildproduktion diese Entwicklung weiter voran und beschleunigte so die Integration von Bildern als konstitutive Elemente in andere Medien, wie etwa in der visuellen Poesie oder der Installationskunst. Der rasante Aufstieg der Konsumkultur in den 1980er Jahren lenkte den Fokus in der italienischen Fotografie auf die Farbe und man bemerkt ein neu erwachtes Interesse an persönlichen und oft im mediterranen Stil geprägten Landschaften als Bildgegenstand. Während die 1990er Jahre Zeuge der Entstehung des semiotischen Bildwertes wurden, definiert sich die italienische Fotografie seit den 2000er Jahren und dem Beginn der digitalen Revolution zunehmend als Vertreter des Subjektivismus – und durch ein Auseinanderbrechen in Myriaden von Stilen und Interessen.

Developing präsentiert diesen historischen Verlauf anhand der Werke von acht Künstlern, deren individuelle Bildsprachen von Breite, Vielfalt und experimentellem Charakter neuer und etablierter Herangehensweisen innerhalb der italienischen Fotografie zeugen.

Franco Fontana, Mar Ligure 2005, 2005, lambda print on diasec , 120×188 cm © FRANCO FONTANA, Courtesy of SR Contemporary Art (Berlin Milano)

Mehr Informationen


C/O Berlin | Joel Meyerowitz . Why Color?-  Retrospective

ERÖFFNUNG Freitag, 08 Dezember 2017, 19 Uhr 

C/O Berlin | Berlin

Künstlergespräch am 10.12.17
Laufzeit: 09.12.2017 – 11.03.2018

Fifth Avenue, Wolkenkratzer, Schönheitssalons, Billboards und Diners, eine Gruppe von vier jungen Frauen vor einem Geschäft. Ihre Kleider leuchten farbig, ihre Pumps weiß, ihre Haare sind toupiert. Was wäre dieses an Nuancen so reiche Bild ohne Farbe? Aus einem Strom von Alltagsmomenten filtert der New Yorker Fotograf überraschende und manchmal kuriose Augenblicke heraus und verleiht ihnen durch den gezielten Einsatz von Farbe eine ganz eigene Lebendigkeit und malerische Intensität. Joel Meyerowitz fotografiert seit 1962 und experimentiert von Anfang an mit Farbe, bevor er wenig später auch die Schwarz-Weiß-Fotografie in seine Arbeit integriert. Als er 1966 quer durch Europa reist, nutzt er die besonderen Eigenschaften der Farbfotografie, wenn das Motiv farbliche Abstufungen und Leuchtkraft zum Verständnis benötigt. Schwarz-Weiß kommt bewusst dann zum Einsatz, wenn es ihm darum geht, die Unterschiede der Bildelemente gestalterisch oder grafisch aufzuzeigen. Nach seiner Rückkehr in die USA arbeitet er fast nur noch in Farbe und bricht mit dem damals gültigen Schwarz-Weiß-Diktum der künstlerischen Fotografie und des Fotojournalismus. Ab Mitte der 1970er-Jahre entstehen präzise komponierte Lichtstudien am Cape Cod an der Ostküste der USA, die heute zu den Ikonen der zeitgenössischen Fotografie zählen.

Als einer der wichtigsten Wegbereiter der New Color Photography hat Joel Meyerowitz (*1938) viele nachfolgende Generationen sichtbar beeinflusst. Erstmalig und exklusiv in Deutschland präsentiert C/O Berlin eine von Felix Hoffmann kuratierte Ausstellung mit Vintage Prints in Farbe und Schwarz-Weiß aus allen wichtigen Schaffensphasen des Fotografen von den 1960er-Jahren bis zur Gegenwart und setzt sie zueinander in Beziehung.

 

Textquelle: https://www.co-berlin.org/joel-meyerowitz-why-color

 


 Wir wünschen ein schönes ARTWEEKEND!

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