ARTWEEKEND TIPS – Woche 50/2017

CLOSING: Jay Gard | Zeichen unter Zeichen

Laufzeit: 11.11.2017 – 16.12.2017

Sexauer Gallery | Streustr. 90, 13086 Berlin

Jay Gard untersucht in seiner künstlerischen Arbeit Dinge, Gegenstände und Objekte, die Menschen seit Jahrtausenden herstellen. Seit über einem Jahrzehnt baut Jay Gard unaufhörlich Skulpturen, Gegenstände, Objekte. Dabei untersucht er, wie seine Formensprache sich durch virtuelle Bilder und Computerdesign verändert. Seine Objektformen erinnern an das Vektoren-Prinzip von Computergrafiken. Seine Objekte , oft inspiriert von Architektur, spielen mit Funktion, täuschen sie vor, verstecken sie. Dabei kalkuliert Jay Gard mit dem kollektiven Bildgedächtnis der Internetgeneration, für die Gegensätze wie Oberfläche und Inhalt, Schein und Echtheit, reale und virtuelle Welt nicht mehr von Bedeutung sind. Jay Gard programmiert nicht, er baut diese Welt mit Säge, Flex und Akkuschrauber. Oft arbeitet Jay Gard mit farbigen Streifen. Für Jay Gard sind sie die einfachsten Bilder, die Menschen wahrnehmen: Landschaft, Horizont, Himmel.

Installation view „Jay Gard – Zeichen unter Zeichen“, SEXAUER, Photo: Marcus Schneider, Courtesy: SEXAUER

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LOST 48 HOURS ARTFESTIVAL

15.12.2017 – 17.12.2017

Willner Brauerei Berlin | Berliner Str. 80-82, 13189 Berlin

Die letzten 48 Stunden einer der letzten Off-Location in Berlin werden zum nonstop Kunstfestival. Danach schliessen sich die Türen dieser einzigartigen Location für immer. Die Willner Brauerei zählt zu einer der letzten Off-Locations für Kunstschaffende im Zentrum Berlins.
Seit 2012 unterstützte die alte Brauerei die Kunstlandschaft Berlins und muss jetzt Platz für den Immobilienmarkt des neuen Berlins machen. Am 17.12.2017 werden die Türen des Brauereigebäudes geschlossen. Bevor das alte Kulturdenkmal an die Investoren übergeben wird, erweisen Berliner Künstler der Brauerei eine letzte Hochachtung: während einem 48 HOURS-CLOSING-ART-FESTIVAL werden alle Räumlichkeiten, die bisher für die Öffentlichkeit teilweise unzugänglich waren, für erlebnisgierige Berliner geöffnet. Jeder einzelne Raum wird inszeniert.

 

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Mehr Informationen: http://lostberlin.de/home/


Book Talk #7 | Kehrer Galerie

Freitag, 15. Dezember 2017, 19 Uhr

Kehrer Galerie | Potsdamer Straße 100, 10785 Berlin

In regelmäßigen Abständen stellt Klaus Kehrer, gemeinsam mit wechselnden Künstlern, eine Auswahl an Neuerscheinungen vor. Sie haben die Gelegenheit, die Künstler persönlich zu treffen, Einblicke in die unterschiedlichen Projekte zu bekommen und signierte Bücher zu erwerben. Fotografie-Liebhaber, interessierte Sammler, sowie Kunst- und Fotobuch-Neulinge sind sehr willkommen!

Am 15. Dez 2017 werden folgende Publikationen vorgestellt: Gerda Schütte – Fotografie, Jessica Backhaus – A Trilogy, Hanno Steckel & Ashkan Sahihi – The Operating Theatre

 

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Willi Baumeister. Der Zeichner | Figur und Abstraktion in der Kunst auf Papier

Laufzeit: 09.12.2017 – 08.04.2018

Kupferstichkabinett | Matthäikirchplatz, 10785 Berlin

Erstmals seit der großen Retrospektive 1989 in der Neuen Nationalgalerie veranstaltet das Kupferstichkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin eine umfassende Museumsausstellung zum zeichnerischen Werk von Willi Baumeister in Berlin.  Der 1889 in Stuttgart geborene Künstler war Zeit seines Lebens ein ebenso leidenschaftlicher wie akribischer Zeichner. Dies gilt besonders für die Jahre der inneren Emigration während der NS-Zeit, in der für Baumeister die Malerei im Atelier beinahe unmöglich wurde und er daher stattdessen im Verborgenen in Bad Urach auf der Schwäbischen Alb viele Hunderte von Zeichnungen schuf. Aber auch bereits in den Jahren zuvor – beruflich gekrönt durch die Professur an der Städelschen Kunstschule in Frankfurt
am Main im Jahre 1928 – spielte die Zeichnung für Baumeister eine zentrale Rolle. Sie dient grundsätzlich nicht nur der Vorbereitung und Reflexion seiner Gemälde oder der Entwicklung druckgraphischer Editionen. Vielmehr erweisen sich seine Zeichnungen, die bisweilen auch unter dem Einsatz von Farben oder getönten Papieren entwickelt werden, als bildhaft verdichtete Kompositionen von autonomem Charakter, die immer wieder um das Thema der abstrahierten menschlichen Figur sowie ihrer Aktion und Verortung in Fläche und Raum kreisen. Der Linie kommt dabei bis in die 1930er-Jahre eine zentrale Rolle zu.

Willi Baumeister: Mensch und Maschine, 1924, Bleistift, Farbstifte und Deckfarben auf Aquarellkarton, 52,3 x 37,8 cm, © Archiv Baumeister im Kunstmuseum Stuttgart

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 Wir wünschen ein schönes ARTWEEKEND!

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